Neue Regelung fürs Doktorandenkolloquium 2011

Bitte bei Beratungsbedarf per e-Mail bei mir melden. Wir finden dann einen Termin. Diese Regelung gilt für die Periode ab 1. Februar 2011, wenn, wie besprochen, ein Pre-Book und anderweitig größere Textteile fällig werden (13. 11. 2010).

 

12.11.2010, 15.00 Uhr

Doktorandenkolloquium

Liebe DoktorandInnen,

diejenigen von Ihnen, die noch mit einer Dissertation beschäftigt sind, Fortschritte gemacht haben und Bedarf  an einer gemeinsamen Besprechung mit mir haben, lade ich  auf Freitag, den 12. November 2010, 15.00 Uhr (s.t.) , zu mir ein.  Dieser Termin dürfte allen Berufstätigen entgegen kommen.  Bringen Sie mit, was Sie vorzeigen wollen, und sammeln Sie bitte Ihre Fragen. Ich bitte Sie, mich bis zum 5. November zu benachrichtigen, ob Sie meiner Einladung Folge leisten möchten.

Beste Grüße,

Ihr Klaus Martens

 

08.03.2010, 19.30 Uhr

Lions Club, Schloss Halberg, Saarbrücken. Vortrag Univ.-Professor (em.) Dr. Klaus Martens:

"Warum John Updike den Nobel Preis für Literatur nicht erhalten hat."

 

01.03. 2010, 17.00 s.t.

Die Mitglieder und Gäste des Doktorandenkolloquiums treffen sich am Montag im Hause von Professor Martens zur Diskussion des Standes ihrer Arbeiten bei Tee, Kaffee, Keksen und, bei völliger Erschöpfung, einem kleinen Abendessen. Bitte Statements und Zeitplanungen vorbereiten!

01.12.2009, 17.00 Uhr, c.t.

Die Mitglieder und Gäste des Doktorandenkolloquiums treffen sich am Dienstag im Hause von Professor Martens zur Diskussion ihrer Arbeiten bei Tee, Kaffee, Kuchen.

03.11.2009, 19.20 Uhr

SR 1 Fernsehen, Aktueller Bericht:

"Übersetzer von Bestsellern. Porträt Klaus Martens," von Peter Ring.

Lyrik, Lyrik, ein Dachboden und ein amerikanisches Universum

Nach 20 Jahren emeritiert der Amerikanistik-Professor Klaus Martens an der Saarbrücker Uni - reichlich desillusioniert vom heutigen Uni-Betrieb

Auf dem Dachboden in Minden, da war viel zu finden - was wie ein Lyrik-Zweizeiler klingt, beschreibt den wichtigsten Moment im Wissenschaftlerleben von Klaus Martens: Rückblick auf eine Karriere aus gegebenem Anlass.

Drei Bilder von Klaus Martens aus 20 Jahren

Saarbrücken. "Zum Ausscheiden bei Erreichen der Altersgrenze und zum Verzicht auf denkbare Lehraufträge bestimmt mich meine angegriffene Gesundheit, aber auch die gefühlte Sinnlosigkeit weiterer Tätigkeit im bisherigen institutionellen Rahmen. Opportunität scheint vor Bildung zu gehen." Wer sich als Hochschullehrer auf seiner Website so in den Ruhestand verabschiedet, dem muss am Ende die Lust an der Lehre gehörig vergangen sein.

Spricht man Klaus Martens darauf an, der nach 20 ebenso reichen wie bewegten Jahren als Amerikanist der Saarbrücker Uni nun den Rücken kehrt, wird schnell deutlich, dass ihm die mit den Bachelor-Studiengängen einhergehende Überregulierung des Studiums ein Graus war. Das Abrichten von Lebensläufen "im Sinne einer Verwertbarkeit für die Industrie" machte auch vor der Amerikanistik nicht halt.

Sein eigener Lebenslauf folgte noch ganz anderen Gesetzmäßigkeiten. Erzählt er von den 60ern, als es den "aus der amerikanischen Zone" (er meint Bremen) kommenden jungen Göttinger Studenten ans renommierte Reed College in Oregon zog, wird es kurzweilig. Weil die 40 000 Dollar für eine Promotion in Yale ("mein altes Universum"), wo er nach Portland landete, zu viel waren, ging er zurück. Nach Göttingen, wo er über den Lyriker Wallace Stevens promovierte. Es folgten Jahre als Lehrer - "vielleicht die beste Zeit meines Lebens". Weil er "so viel ausrichten konnte". Das tat er auf belebende Weise von 1989 an auch in Saarbrücken. Martens ist kein Elfenbeintyp, also öffnete er seinen Lehrstuhl. Gestaltete den Lehrbetrieb komplett auf Englisch, bis heute keine Selbstverständlichkeit. Organisierte eine Dichter-Kahnpartie auf der Saar. Bot, selbst Lyriker, "Creative writing"-Kurse an. Holte viele US-Lyriker her - und 1998 mit dem karibischen Dichter Derek Walcott einen Literatur-Nobelpreisträger, dessen deutscher Übersetzer Martens ist.

Nicht zuletzt seine Übersetzertätigkeit für den Hanser Verlag, für den er auch Charles Simic und Dylan Thomas übertrug, machte ihn bekannt. Während es bei dem Amerikanisten Martens ein Dachboden im westfälischen Minden war, der für wissenschaftliche Reputation sorgte. Auf dem Speicher des Bruns Verlages, um 1900 neben Cassirer und S. Fischer eine der ersten Adressen, kam Martens der Doppelexistenz Felix Paul Greves auf die Spur. Jenes Greve, der Flaubert, Gide, Oscar Wilde und H.G. Wells übertrug und nach kapriolenreichen Jahren nach Kanada kam, wo er als Frederick Philip Grove ein Begründer der modernen kanadischen Literatur wurde. In diversen Publikationen hat Martens den abenteuerlichen Greve-Stoff aufgearbeitet, dessen Verfilmung ihm vorschwebt.

Grove war auch ein Fixstern des von Martens 1994 in Saarbrücken begründeten Zentrums für Kanadische und Anglo-Amerikanische Kulturen, das er - soweit es ihn betrifft - "nun komplett aufgelöst" hat. Man wollte ihm nach seinem Ausscheiden dort keinen Raum mehr überlassen. Weshalb er seinen Forschungsfundus nun dem Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass überließ - darunter Archivalien zu Greve und dem Bruns Verlag, ergänzt um Materialien, die Martens' eigenes lyrisches (wie übersetzerisches) Schaffen dokumentieren. Hier also wenigstens lebt fort, was Klaus Martens 20 Jahre lang zusammentrug. Ihm, der kommende Woche 65 wird, wünschen wir einen langen, langen Atem. cis

Waving Adieu . . . (1. August 2009)

Liebe Studierende, Freunde und Kollegen im In- und Ausland:

Nach bald 20 Jahren als Leiter der Saarbrücker Amerika- und Kanadastudien (NALK, CCAC) wird es Zeit für mich,  mit Erreichen meines 65. Geburtstags in den Ruhestand zu treten.   Davon  wird kein Aufhebens gemacht werden. Allerdings ist zur Feier des 15-jähigen Bestehens unseres Centre for Canadian and Anglo American Cultures (CCAC) ein kleines Buch erschienen, das einen Überblick über einen guten Teil unserer vielen literarischen und wissenschaftlichen Unternehmungen und Veröffentlichungen gibt.  Mancher wird sich dort in Wort und Schrift wiederfinden.  Dort bleiben wir zusammen.

Zum Ausscheiden bei Erreichen der Altersgrenze und zum Verzicht auf denkbare Lehraufträge bestimmt mich meine angegriffene Gesundheit, aber auch die gefühlte Sinnlosigkeit weiterer Tätigkeit im bisherigen institutionellem Rahmen.  Opportunität scheint vor  Bildung zu gehen.  Ich werde mich weiterhin auf anderen Wegen all dem widmen, was ich in Lehre und ausgeübter Literatur für wichtig halte.

Ein Sammelband mit Essays von unserer letzten internationalen Konferenz „State(s) of the Art: Considering Poetry Today“ (22.-24. Oktober 2008) wird bald unter demselben Titel erscheinen (Würzburg: Königshausen & Neumann). 

Ich bin allen dankbar, denen ich bei ihrer Ausbildung bis hin zu  Staatsexamen, Magister, Promotion und Habilitation helfen durfte, und jenen, die mit mir auf Stadt-, Landes- und Universitätsebene und in den Medien produktiv zusammengearbeitet haben. Bei Bedarf stehe ich von Fall zu Fall  weiter zur Verfügung.

Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern, die bis zum „Ende meiner Dienstfahrt“ (Böll),  trotz der uns in dieser Phase in unserem Umfeld getanen  institutionellen Widrigkeiten und kollegialen Zumutungen, mit ausharrten.

Mit besten Grüßen

Klaus Martens, 31. Juli 2009

Dear Students, friends, and colleagues, here and abroad:

Afteralmost twenty years of American (NALK) and Canadian Studies (CCAC) under my direction at the Universität des Saarlandes in Saarbrücken, Germany, the time has come for me to retire upon attaining my 65 th birthday.  At the same time, as some of you are aware, we celebrate the 15 th anniversary of our Centre for Canadian and Anglo-American Studies (CCAC) with the publication of a little book which provides an overview of a good deal of our literary and academic events and publications.  Many will find themselves in it pictured or in print.  There we remain together.

My leaving upon reaching retirement age and not taking advantage of a possible extension is, on the one hand, due to my somewhat impaired health.  On the other, there is a  felt uselessness of this occupation in the current institutional frame in which expediency seems to have won out against Bildung.   Personally, I will go on to dedicate myself to what I keep considering   important in academic teaching and my continued literary work.

A  book of essays collecting contributions to our last international conference ”States of the Art(s): Considering Poetry Today” (22-24 October 2008) will be published soon under the same title (Würzburg: Königshausen & Neumann.)

I am grateful to all of those I could help, as a teacher and researcher, with their education and to achieve their Staatsexamen, Magister, Doctorate or Habilitation degrees.  In addition, I extend sincere thanks to the administrations of this university, the City of Saarbrücken, the Government of the Saarland, and the media  for their productive cooperation and support.  If needed and useful, feel free to call upon me.

Special thanks go to those  members of my last team at the UdS who have kept on working with me  - in spite, it has to be said,  of  institutional obstruction and collegial obtuseness during the last phase of my tenure.  

Best regards,

Klaus Martens, 31 July 2009

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